Urlaub mit der Großfamilie

Viele Eltern nehmen gern Oma und Opa mit in die Ferien oder verreisen mit befreundeten Familien. Damit die ersehnten Urlaubsfreuden nicht durch Konflikte getrübt werden, hat Oliver Joachimsthaler, Leiter des ARCD Reisebüros, ein paar Tipps parat.

Herr Joachimsthaler, wie sollte man sich auf eine Reise mit mehreren Generationen vorbereiten?

Ganz wichtig ist, dass sich alle Teilnehmer zusammensetzen, offen über ihre Wünsche und Erwartungen sprechen und Vereinbarungen miteinander treffen. Zunächst sollte geklärt werden, wie lange die Reise dauern soll und welches Ziel am besten den Ansprüchen aller Familienmitglieder entspricht. Dann kann man sich über die Anreisemodalitäten unterhalten. Mein Tipp: Generell sollte die erste Reise mit drei Generationen lieber etwas kürzer und das Ziel nicht allzu weit entfernt sein. So kann die neue Situation erst einmal erprobt werden. Ob kurz oder lang – bereits im Vorfeld des Urlaubs sollten die finanziellen Rahmenbedingungen geklärt werden. Und zwar nicht nur für Anreise und Unterkunft, sondern auch für die Ausgaben vor Ort. So weiß jeder, worauf er sich einzustellen hat, und das leidige Thema muss während der Ferien nicht nochmals diskutiert werden.

Welche Unterkunftsart empfehlen Sie für eine Reise mit der Großfamilie?

Ferienhäuser bieten den Vorteil, dass alle Beteiligten in Küche und Wohnzimmer gemeinsam Zeit verbringen, sich aber auch in ihre eigenen Räume zurückziehen können. Bei drei Generationen empfehle ich, auch drei Schlafzimmer zu buchen, damit man sich nicht auf der Pelle sitzt. Wer etwas mehr Privatsphäre und z. B. auch mal getrennt kochen möchte, ist mit nebeneinander liegenden Ferienwohnungen oder Appartments gut bedient. Bei der Wahl des Feriendomizils sollte man auf die gewünschte Ausstattung, also z. B. kinderfreundliche Einrichtung, Sauna oder Schwimmbad, sowie die Attraktivität der Umgebung achten. Gern ist das ARCD Reisebüro bei der Suche nach dem passenden Objekt behilflich.

Was kann man vor Ort tun, um Stress und Streit zu vermeiden?

Viel dazu beitragen kann eine sinnvolle Aufgabenverteilung. Wer Spaß am Kochen hat, bereitet Mahlzeiten zu, wer gerne organisiert, plant dafür den nächsten Ausflug. Alltagsgeschäfte wie Müllentsorgung und Einkauf, die im Selbstversorger-Urlaub anfallen, sollten auf mehrere Schultern verteilt sein. Wie übrigens auch die Kinderbetreuung: Eltern, die meinen, sie hätten mit den Großeltern Rundum-Babysitter gebucht, haben definitiv etwas falsch verstanden! Wer dagegen kompromissbereit in den Urlaub geht, hat die besten Chancen auf eine schöne gemeinsame Zeit.