Abfahrt ins Ungewisse – Skiurlaub in Zeiten von Corona

Was bringt der Winter? Skifahrer müssen sich in dieser Saison auf viele Unwägbarkeiten einstellen. Foto: Zugspitz Region/Wolfgang Ehn

Der Winter steht vor der Tür, und normalerweise würden jetzt viele von uns ihren Skiurlaub planen. Doch die sonst so sorglose Auszeit im Schnee ist dieses Jahr mit vielen Fragezeichen verbunden. Dabei geht es nicht nur um die Regeln vor Ort, sondern auch um die Reisefreiheit an sich.

Gebiet aussuchen, Unterkunft reservieren – so einfach war bisher die Planung des Skiurlaubs. Doch im Winter 2020/21 ist alles anders. Reisewillige sind gut beraten, sich vor der Buchung sorgfältig beim Auswärtigen Amt (www.auswaertiges-amt.de) über die Covid-19-Lage des gewünschten Urlaubsziels zu informieren. Hier finden Sie tagesaktuelle Auskünfte über das Infektionsgeschehen im Land bzw. der Region sowie über die Corona-Schutzmaßnahmen im öffentlichen Leben. Denn was an allgemeinen Regeln in Handel, Gastronomie, Hotellerie und dem öffentlichen Nahverkehr gilt, ist natürlich auch im Sportgeschäft, in der Berghütte oder im Skibus einzuhalten.

Das Auswärtige Amt informiert auch darüber, welche Reiseziele die Bundesregierung aktuell als Risikogebiete einstuft und welche Folgen das für die Wiedereinreise nach Deutschland hat. Umgekehrt gilt es zu beachten, welche Reisewarnungen das Zielland möglicherweise ausgesprochen hat und mit welchen Konsequenzen. Bei aller Planung sollten sich Urlauber darüber bewusst sein, dass sich die Situation tagtäglich ändern kann. So können Reisewarnungen aufgehoben werden, dafür aber neue hinzukommen. Viele Tourismusregionen reagieren auf solche Unwägbarkeiten mit flexiblen Stornoregelungen – zum Teil nicht nur für die Unterkunft, sondern auch für vorab erworbene Skipässe. Die genauen Bedingungen sollten Urlauber unbedingt vor der Buchung klären.

Mit oder ohne Maske?

Doch wie läuft der Skiurlaub vor Ort ab? Ist auf der Piste ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen? Ob Österreich, Bayern oder die Schweiz: Keines dieser bei den Deutschen beliebten Skiziele sieht das bisher vor. Dennoch wird der Aufenthalt von zahlreichen Vorsichtsmaßnahmen geprägt sein.

Tagesaktuell präsentiert diese Österreich unter www.sichere-gastfreundschaft.at. Eine Maskenpflicht gilt hier in allen öffentlich zugänglichen Innenräumen sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Dazu zählen neben Skibussen auch Seilbahnen – egal, ob die Beförderung in Kabinen, Sessel- oder Schleppliften stattfindet. Der Mund-Nasen-Schutz ist hier auch beim Anstehen zu tragen. Der allgemein gültige Sicherheitsabstand von einem Meter zu anderen Personen sollte wo immer möglich eingehalten werden. Skikurse finden mit ­reduzierter Teilnehmerzahl statt; dem klassischen Après-Ski hatte Kanzler Sebastian Kurz dagegen schon früh eine Absage erteilt. Bewirtung gibt es in diesem Winter nur an Sitz­plätzen und unter Einhaltung des Mindestabstands.

Mit Gültigkeit ab 17. November hat die österreichische Bundesregierung einen verlängerten Lockdown mit verschärften Schutzmaßnahmen vorerst bis zum 6. Dezember angeordnet.

 

Eine Maskenpflicht auf der Piste ist derzeit in den Skigebieten noch nicht im Gespräch. Foto: Zugspitz Region/Wolfgang Ehn

In Bayern wird der Seilbahnbetrieb durch die Siebte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege geregelt. Diese und weitere tagesaktuelle Informationen sind unter www.corona-katastrophenschutz.bayern.de zu finden. Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu jeder Zeit, zusätzlich eine Maskenpflicht innerhalb aller Gebäude, Wartebereiche, während aller Seilbahn-, Sessel- und Schleppliftfahrten, in der Gastronomie sowie in der Zahnradbahn.

Auch in Bayern greifen seit 2. November strengere Regeln, die vorerst bis 20. Dezember gelten und der oben genannten Website zu entnehmen sind.

Für die Schweiz hat Schweiz Tourismus unter www.clean-and-safe.ch die wichtigsten Informationen für Winterurlauber zusammengestellt. Wie in Deutschland ist hier ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Etwas anders ist die Maskenpflicht in Seilbahnen geregelt: In geschlossenen Kabinen ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen, in Sessel- und Schleppliften dagegen nicht. In der Gastronomie gilt eine Registrierungspflicht bei Gruppen von mehr als vier Personen.

Ob in Österreich, Bayern oder der Schweiz: Viele Seilbahnbetreiber verpflichten sich, ihre Kabinen regelmäßig zu belüften und zu desinfizieren sowie die Beförderungskapazitäten nicht voll auszuschöpfen. Eine einheitliche Regelung gibt es hierfür jedoch nicht.

An den Liften wird meist ein Mund-Nasen-Schutz gefordert. Viele werden sich mit einem Multifunktionstuch behelfen. Foto: stock.adobe.com/© Federico Rostagno
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