ARCD-Sternradeln Leipzig

Entdecken Sie Leipzig und Umgebung in fünf geführten Tagestouren. Hautnah aus dem Sattel. Das ARCD-Sternradeln Leipzig führt Sie zu facettenreichen Kultur- oder Geschichtsstätten, durch schöne Landschaften und erlebnisreiche Stadtkulissen. Erleben Sie eine unvergessliche Woche mit umfangreichem Programm in netter Gesellschaft. Auf Wunsch auch mit einem modernen und bequemen E-Bike. Das ARCD-Sternradeln wird natürlich durch einen ARCD-Reisebegleiter betreut.

Die Touren im Überblick

1. Tour: Tagebau-Tour Espenhain

Tourlänge: ca. 50 km

Die Tour umfasst das Gebiet des ehemaligen Tagebaus Espenhain, gelegen östlich der Eisenbahnstrecke Leipzig – Neukieritzsch.. Zwischen seinem Aufschluss im Jahr 1937 und der Beendigung des Abbus im Jahr 1996 wurden insgesamt über 40 qkm Land in Anspruch genommen und 14 Orte bzw. Ortsteile devastiert. Heute befinden sich hier der Markkleeberger (264 ha) und der Störmthaler (733 ha) See.
Ein Highlight auf dieser Tour ist der Kanupark Markkleeberg, eine künstliche Kanuslalomanlage mit internationalem Wettkampfniveau. Sie wurde als einziges Projekt im Zusammenhang mit der Bewerbung der Stadt Leipzig für die Olympischen Spiele 2012 im Jahr 2008 realisiert. Danach besuchen wir den Bergbau-Technik-Park am Störmthaler. Hier können wir auf einer Fläche von 3 ha nicht nur einige Bergbaugroßgeräte wie einen Schaufelradbagger und einen Bandabsetzer besichtigen, sondern auch einen Einblick in den Betrieb eines Tagebaus erhalten. Der Eintritt kostet 7,- € pro Person, eine 60minütige Führung zusätzlich 2,50 € pro Person.
Entlang des Störmthaler Sees führt uns die Tour zum ehemaligen Dispatcherturm Gruhna, dem Dreh- und Angelpunkt des ehemaligen Tagebaus. Heute befindet sich hier das VINETA-Bistro und unsere Möglichkeit für einen Mittagsimbiss. Anschließend besichtigen wir LAGOVIDA, ein Ferienresort, welches erst vor wenigen Jahren entstand. Danach machen wir einen kurzen Abstecher in das nahe Oberholz und können dort auch den Botanischen Garten besichtigen. Über die Orte Störmthal und Güldengossa mit zwei zwei restaurierten Barockschlössern erreichen wir wieder den Markkleeberger See und begeben uns zurück zu unserem Hotel.

2. Tour: Tagebau-Tour Espenhain

Tourlänge: ca. 60 km
Unsere zweite Tagebau-Tour widmet sich dem westlich der Eisenbahnstrecke liegenden Gebiet der ehemaligen Tagebaue Böhlen/ Zwenkau und Cospuden sowie den Restlöchern des ehemaligen Tagebaus Witznitz II, dem ältesten Abbaufeld im Leipziger Südraum.
Nach der Durchquerung der Stadt Markkleeberg erreichen im Ortsteil Gautsch den Cospudener See und folgen der Uferlinie bis zum „Dreiherrenstein“, einem Findling, welcher das Zusammentreffen der Gemarkungen der Städte Leipzig, Markkleeberg und Zwenkau markiert. Zwischen dem Freizeitpark „Belantis“ und dem ehemaligen Elsterstausee erreichen wir die Weiße Elster am Ende ihres im Jahr 1975 fertiggestellten künstlichen Flussbettes und den Zwenkauer See. Dieser ist mit einer Fläche von 970 ha der größte See des Leipziger Neuseenlandes und wurde in den Jahren von 2008 und 2013 geflutet. Er dient auch dem Hochwasserschutz und hat die Stadt Leipzig zum letzten Hochwasser im Jahre 2013 vor einer möglichen Katastrophe bewahrt, als binnen weniger Tage mehr als 2 Mio. Kubikmeter Wasser aus der Weißen Elster in den See eingeleitet wurden.
Entlang der Ortslage Zwenkau fahren wir durch ein neues Wohngebiet direkt am See, unterqueren die Bundesstraße B 2 und erreichen die Ortschaft Böhlen mit dem Kraftwerk Lippendorf. Ein Besuch des Info-Zentrums bietet uns hier einen Einblick in den aktuellen Betrieb des Kraftwerkes. Bei Neukieritzsch überqueren wir die Pleiße, dem nach der Weißen Elster zweitlängsten Fluß in unserer Region. Unser nächstes Ziel ist ie Ortschaft Kahnsdorf am Ufer des Hainer Sees. Der Ort war im Jahr 1785 für einige Stunden der Aufenhaltsort des Dichters Friedrich Schiller, welcher hier die persönliche Bekanntschaft mit dem Juristen Christian Körner machte, welcher ihn nach Sachsen eingeladen hatte.
Über den Pleißeradweg fahren wir anschließend zurück zu unserem Quartier in Wachau.

3. Tour: Orte der Völkerschlacht im Oktober 1813

Tourlänge: ca. 50 km
Die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober des Jahres 1813 stellt eines der bedeutendsten Ereignisse des 19. Jahrhunderts dar, beendete sie doch die Herrschaft des französischen Kaisers Napoleon I. über Europa. Mit unserem Hotel befinden wir uns sozusagen im Brennpunkt der damaligen Ereignisse, denn das Dorf Wachau war am 16. Oktober 1813 Schauplatz einer der blutigsten Kämpfe der Völkerschlacht und führte die Verbündeten unter dem Oberbefehl des österreichischen Fürsten Schwarzenberg an den Rand einer Niederlage.
Weitere Orte des damaligen Geschehens sind das Schloss Markkleeberg und das Torhaus Dölitz. Entlang des Pleißeradweges fahren wir nach Stadt Leipzig, dabei durchqueren wir den südlichen Leipziger Auwald und passieren die Pferderennbahn im Scheibenholz. Am Pleißemühlgraben mit Brückensprengungsdenkmal erreichen wir die Innenstadt, hier können wir eine Vielzahl an historisch bedeutsamen Orten und Gebäuden erleben. Über den Neuen Johannesfriedhofgelangen wir zur Russischen Gedächtniskirche, welche an die über 22.000 in der Völkerschlacht gefallenen russischen Kämpfer erinnert. Anschließen besuchen wir das Völkerschlachtdenkmal,das größte Monumentaldenkmal Europas (keine Besichtigung des Inneren des Denkmals) und fahren dann zum Monarchenhügel. Dort haben die verbündeten Monarchen am 19.10.1813 die Nachricht vom Sieg ihrer Truppen über Napoleon erhalten.
Zum Abschluss des Tages besuchen wir das Sanitäts- und Lazarettmuseum 1813 in Seifertshain, bevor es am Nachmittag zurück zu unserem Hotel geht.

4. Tour: Der Leipziger Auwald, die Gründerzeit in Plagwitz und eine Bootsfahrt auf der Elster und dem Karl-Heine-Kanal

Tourlänge: ca. 50 km
Heute erradeln wir den Leipziger Auwald, erleben und „erfahren“ die Industriekultur der Gründerzeit in Leipzig und werden zum Abschluss der Tour eine weitere Runde durch die Leipziger Innenstadt und die südlichen Stadtteile mit historischen Orten und Bauwerken drehen.
Der Leipziger Auwald erstreckt sich über eine Fläche von mehr al 60 Quadratkilometern und ist der größte zusammenhängende innerstädtische Auwald Europas. Entstanden ist er vor mehr als 10.000 Jahren, zum Ende der letzten Eiszeit, als sich an den Flüssen der Region, begünstigt durch jährliche Hochwasserüberflutungen, riesige Auwaldgebiete bildeten.
Ein zweiter Schwerpunkt der heutigen Tour bildet die Industriekultur der Gründerzeit und ihre Bauten. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden bei dem ehemaligen Dörfchen Plagwitz zahlreiche Industriekomplexe, nicht zuletzt durch die Initiative des Juristen Carl Heine. Er schuf nicht nur die Voraussetzungen für die Ansiedelung, sondern hatte auch die Vision, Leipzig mit den Weltmeeren zu verbinden und eine schiffbare Verbindung zur Nordsee herzustellen. Wir werden zunächst auf dem Rad den Stadtteil Plagwitz und den Karl-Heine-Kanal erkunden und diese Eindrücke anschließend bei einer Motorbootrundfahrt auf der der Weißen Elster und dem Karl-Heine-Kanal aus einer anderen Perspektive erleben.
Den dritten Komplex bildet anschließend eine weitere Runde durch die Wohnviertel der Gründerzeit, die Innenstadt und die Südvorstadt bis hin zu Bauwerken im Bauhausstil.

5. Tour: Gustav II. Adolf und der Wendepunkt im 30jährigen Krieg

Tourlänge: ca. 67 km
Unsere letzte Tour führt uns zu einer weiteren Gedenkstätte an ein historisches Ereignis und an den ältesten renaturierten Tagebau in der Region.
Am 6. (16.) November 1632 trafen im 30-jährigen Krieg die Truppen des kaiserlichen Marschalls Wallenstein und die protestantischen Schweden unter ihrem König Gustav II. Adolf westlich von Leipzig aufeinander und es entwickelte sich im Nebel von Lützen eine der blutigsten Schlachten dieses Religionskrieges. Die Schweden konnten am Ende zwar das Schlachtfeld behaupten und so den Sieg für sich beanspruchen, sie verloren an diesem Tag aber ihren Heerführer und König. Er hatte sich, bedingt durch den Nebel und seine eigene Kurzsichtigkeit, von seinen Truppen abgesetzt und ist dem Feind im wahrsten Sinne des Wortes vor die Flinten geraten und wurde getötet. Nach seinem Tod wurde auf dem Fundort der Leiche ein Findling, der „Schwedenstein“ hinterlegt und 1837 ein Baldachin nach Entwürfen des Architekten Carl Friedrich Schinkel errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts kam eine Kapelle hinzu und die Anlage wurde zum Wallfahrtsort schwedischer Bürger.
Auf dem Rückweg machen wir eine Stippvisite zum ältesten Tagebausee unserer Region, dem Kulkwitzer See. Hier wurde bereits Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts der ehemalige Tagebau Kulkwitz mit Wasser aus einem nahen Bachlauf und nachströmendem Grundwasser gefüllt und ist seit den frühen 70er Jahren ein beliebtes Naherholungsgebiet der Stadt Leipzig. In den 70er und 80er Jahren wurde dann bis unmittelbar am See das Neubaugebiet Leipzig-Grünau errichtet. Der „Kulki“ ist heute europaweit berühmt für sein glasklares Wasser und damit ein Eldorado für Tauchsportler.

Leistungen, die überzeugen

  • Sechs Übernachtungen mit Halbpension im 4****-Atlanta Hotel Leipzig. Ein absperrbarer Raum für die Fahrräder ist vorhanden.

  • Fünf fachkundig geführte Radtouren

  • Eintritt und Führung Bergbau-Technik-Park

  • Eintritt und Führung Lazarettmuseum

  • Motorbootrundfahrt auf der Weißen Elster / Karl-Heine-Kanal

  • Eintritt und Führung Gustav-Adolf Gedenkstätte

  • ARCD-Reisebegleiter

  • Ortskundiger Rad-Reiseleiter vor Ort

Termin und Preise

26.06. bis 02.07.2022
oder
03.07. bis 09.07.2022

€ 648,-- pro Person im DZ
€ 768,-- pro Person im EZ

Leihrad City (Tiefeinstieg, 7-Gang-Nabenschaltung)  €100,--
Leihrad E-Bike (Tiefeinstieg, 8-Gang-Nabenschaltung) €200,--
Die Leihräder werden ohn Körbe oder Radtaschen zur Verfügung gestellt. Keine Kreditkartenzahlung möglich.

Weitere Informationen und Reisebedingungen

Beratung & Buchung

Telefon: 0 98 41 / 4 09 150
E-Mail: info@arcd-reisen.de 

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Reise-Service in Perfektion

Das Team des ARCD-Reisebüros freut sich auf Ihre Kontaktaufnahme (Mo-Fr: 9:00 bis 17:00 Uhr, Sa. nach Terminvereinbarung)

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Fax: 0 98 41 / 4 09 159
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